BAUMIT vom „Baustoffpionier“ zur Nummer 1 des Baustoffsektors

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Matthias Nödl hat Robert SCHMID, Eigentümervertreter der BAUMIT-Gruppe, über aktuelle Themen rund um BAUMIT, Finanz- und Wirtschaftskrise, Umweltschutz und Energieeffizienz sowie die Rolle von Recht am Bau befragt und interessante Antworten erhalten.

Matthias Nödl: Sehr geehrter Herr Schmid! BAUMIT  hat  sich  vom  „Baustoffpionier“  zur  klaren  Nummer  1  des  Baustoffsektors  in Österreich entwickelt, was macht das Erfolgsmodell BAUMIT aus?

Robert Schmid: Ein Erfolgsmodell hat viele Zutaten, so auch das BAUMIT-Modell. Die für mich wichtigsten Komponenten jedoch sind Innovation, gute Mitarbeiter und Verlässlichkeit. Damit lässt sich schon einiges machen.

Matthias Nödl: Wie beurteilen Sie in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise die wirtschaftliche Situation und Entwicklung der Baubranche?

Robert Schmid: Vor der Krise war zu viel Geld im Umlauf und es wurden Projekte realisiert und finalisiert, die eigentlich wenig Berechtigung haben. Es wurde fast zu viel gebaut. Jetzt in der Krise ist jedoch zu wenig Geld da und Bauprojekte, die Sinn machen und mittel- und langfristig Wohlstand schaffen, werden nicht durchgeführt. Das Schlimmste jedoch, das spürt man besonders in manchen osteuropäischen Ländern, ist, wenn der Staat nicht mehr bezahlt. Wenn der öffentliche Auftraggeber erst nach drei Monaten das geschuldete Geld überweist, so wird der Auftragnehmer auch erst nach drei Monaten zahlen können. Es kommt zu einem Dominoeffekt, der die gesamte Zahlungskette und damit Zahlungsmoral maßgeblich negativ beeinflusst.

Matthias Nödl: Umweltschutz und Energieeffizienz spielt am Bau angesichts wachsender CO2-Emission und steigender Energiepreise eine immer größere Rolle, welchen Beitrag leistet BAUMIT dazu?

Robert Schmid: Beides Themen, die für uns ausgesprochen wichtig sind. Das eine Thema bedingt das andere. Energieeffizienz ist ein Begriff, der von vielen besonders in der Politik nicht verstanden wird. Mit minimalem Input einen maximalen Output erreichen. Umgelegt auf das Gebäude heißt dies, mit möglichst wenig Wärme und sonstiger Energie ein Gebäude angenehm und komfortabel bewohnbar machen. Unsere Unternehmen BAUMIT und AUSTROTHERM sind führend im Bereich der Lösungen, wie man durch entsprechende Wärmedämmungsmaßnahmen den Energiebedarf maßgeblich reduziert. Das Ziel ist möglichst gar keine Energie zu verbrauchen. Leider glauben aber viele Politiker und Menschen, dass sie energieeffizient sind, wenn sie sich eine Solaranlage aufs Dach schrauben oder eine Pelletsheizung in den Keller stellen. Auch wenn das durchaus ökologische Energiequellen sind, so ist es doch schade um jede Kilowattstunde oder jedes Megajoule, das unsinnig vernichtet wird, egal ob ökologisch oder nicht ökologisch. Unternehmen, die sehr energieeffizient arbeiten, haben schon einen großen Beitrag zum Umweltschutz getätigt. Der Rest sind Filteranlagen und Sauberkeit. In Wopfing steht das sauberste Baustoffwerk Europas. Wir sind hier sowohl beim Thema Energieeffizienz als auch Umweltschutz in der allerobersten Liga und darauf sind wir stolz.

Matthias Nödl: Wie wichtig ist es aus Ihrer Sicht für Planer und Architekten und die Baubranche sich punkto Recht am Bau regelmäßig zu informieren?

Robert Schmid: Das Thema Recht (nicht nur am Bau) oder besser gesagt Gesetze und Verordnungen rund um diverse Rechtsmaterien sind aus meiner Sicht ein Geschwür, das überhand nimmt. Es ist weder für ein Unternehmen noch für eine Privatperson möglich alles zu lesen und alles richtig zu tun. Ich persönlich schalte meinen Hausverstand ein und versuche mir ein Urteil zu machen. Die Kunst der Information rund um Rechtsthemen ist aus meiner Sicht nicht die Regelmäßigkeit, sondern die Maßgeblichkeit. Die Kunst ist es die Betroffenen vor „Verordnungen blaba“ zu schützen und die wichtigen Dinge rechtzeitig und ausreichend deutlich zu schreiben. Dies gilt für alle Menschen und auch für Planer und Architekten (denke ich).

Matthias Nödl: Vielen Dank für das Gespräch.

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Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati Rechtsanwälte GmbH